Verkehrsunfall

Verkehrsunfall © istock | Jaques Palut

4 getötete Radfahrer*innen in 2023

Zum Artikel „LKW erfasst Radfahrer bei Laatzen“ in der HAZ vom 14.02.2023 die Stellungnahme des ADFC Region Hannover e.V.

Bereits der 4. getötete Radfahrende In der Region Hannover in diesem Jahr, der zweite im Geradeausverkehr außerhalb einer Ortschaft. Im Artikel der HAZ steht „Warum der Radfahrer auf der viel befahrenen Straße unterwegs war, ist unbekannt.“ Diese Fragestellung ist ganz klar falsch. Straßen sind Verkehrswege, die für alle da sind - nicht nur für motorisierte Fahrzeuge. Die Frage muss doch lauten: warum gibt es an Straßen, auf denen Kfz bis zu 100 km/ fahren dürfen, keine sichere Infrastruktur für Radfahrende? Leider tut sich besonders an Landes- und Bundesstraßen in unserer Region seit Jahren so gut wie nichts: bestehende Radwege sind zu schmal und in schlechtem Zustand, wenn saniert wird, dann nur in den alten unzureichenden Breiten. Radwegeneubau findet nicht statt. Der ADFC fordert an allen Straßen außerorts sichere, ausreichend dimensionierte, von der Kfz-Spur getrennte Radwege. Anderenfalls muss die Geschwindigkeit an diesen Strecken generell auf maximal 70 km/h reduziert werden. In der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung ist seit 2021 Vision Zero (keine Toten und Schwerverletzten) als oberstes Ziel angegeben. Davon sind wir bedauerlicherweise noch sehr weit entfernt.


https://hannover-region.adfc.de/pressemitteilung/4-getoetete-radfahrerinnen-in-2023

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